Wenn der Nagel lange Zeit auf das Nagelbett drückt, kann es sich leicht entzünden. Die Gefahr einer schmerzhaften Infektion ist groß und rasche Abhilfe tut not. Oft hilft nur noch eine kleine Operation.
Eingewachsene Nägel sind sehr schmerzhaft und bergen vielfache Risiken. In den meisten Fällen handelt es sich um den Nagel des großen Zehes. Durch länger anhaltenden Druck wird der relativ starke Zehennagel dauerhaft in das Nagelbett gedrückt. Die Haut fängt an zu wuchern und übt dadurch weiteren Druck aus bis sich schließlich das Nagelbett entzünden. Der Befall von Bakterien begünstigt die Entzündung und eine mögliche Pilzerkrankung oder eine ernsthafte Infektion kann die Folge sein. Zu kleines Schuhwerk, zu enge Strümpfe oder ein zu stark gewölbter Nagel sind meistens für den schmerzhaften Nagelbett-Infekt verantwortlich. Der Besuch bei der medizinischen Fußpflege oder einem Arzt wird unausweichlich.
Der medizinische Fußpfleger oder der Arzt wird anhand der Symptome den Härtegrad der Entzündung und die Behandlungsmethoden festlegen. Bei leichter Entzündung reicht möglicherweise die deutlich mildere Behandlung beim Fußpfleger aus. Der medizinische Fachmann wird versuchen die Entzündung zu mildern und bei regelmäßiger Pflege den Nagel so zu feilen, dass die Seiten herauswachsen können. Diese Methode benötigt ein wenig Geduld und auch die Bereitschaft, die Entzündung in aller Ruhe abheilen zu lassen. Hat sich jedoch bereits zu viel Granulationsgewebe (wildes Fleisch) an den Seiten gebildet, bleibt nur noch der Gang zum Arzt. Dieser wird während einer lokalen Betäubung das wuchernde Gewebe mittels Elektroströme entfernen. Danach kann das Nagelbett wieder abheilen und der Nagel aus dem Nageleck herauswachsen. In schlimmeren Fällen und bei sehr schmerzhafter Entzündung ist jedoch ein Eingriff nötig. Auch hierbei reicht eine lokale Betäubung des zu behandelten Gebiets aus. Der Arzt muss entscheiden, ob der Nagel ganz gezogen werden muss oder ob das Abtrennen eines Nagel-Keils an der Seite ausreicht. Die Besonderheit an dem Matrix-Eingriff ist, dass auch das seitliche Nagelbett keilartig entfernt wird, um damit späteres wieder einwachsen zu vermeiden. Der nachwachsende Nagel soll dadurch schmaler nachwachsen. Der Eingriff dauert zwar nicht lange, doch der Fuß muss im Anschluss einige Tage hoch gelagert werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Insgesamt dauert das Verheilen des Nagelbettes mindestens eine volle Woche, wobei auch danach noch mindestens drei Wochen auf sportliche Aktivitäten verzichtet werden muss. Die Heilungschancen bei dem Matrix-Eingriff sind jedoch nach der Abheilung und einer anschließend professionellen Pflege der Füße sehr groß.
Generell lässt sich sagen, dass durch das Tragen von bequemen Schuhen und einer regelmäßigen Fußpflege das Einwachsen der Fußnägel, in den meisten Fällen, vermieden werden kann. Zusätzlich ist auf das richtige, gerade Schneiden der Zehennägel zu achten und bei kleinen Anzeichen von Rötungen, von Schmerzen oder gar von Entzündungen ist unbedingt der Podologe oder Arzt aufzusuchen.