Wer die aktuelle Börsenkurse abfragen möchte, braucht nicht nur das Wissen, welches Wertpapier er besitzt; sinnvoll ist auch zu wissen, was sich hinter den Börsenkursen generell verbirgt.
Viele Menschen kaufen Wertpapiere, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was sich hinter den Börsenkursen verbirgt.Die einzige Frage ist, wie hoch die möglichen zu erzielenden Gewinne sind; warum das so ist, scheint auf den ersten Blick irrelevant. Doch wer sich ein Wertpapier zulegt, sollte zumindest grundsätzlich wissen, was „Börsenkurs“ bedeutet.
An der Börse werden die unterschiedlichsten Güter gehandelt. Aktuelle Börsenkurse sind, vereinfacht ausgedrückt, nichts anderes als der momentane Wert des an der Börse gehandelten Wirtschaftsgutes. Für den Börsenhandel wird zwischen dem Geldkurs und dem Briefkurs unterschieden.
Der Geldkurs (Bid) ist der maximale Wert, zu dem das Wertpapier gekauft wird, der Briefkurs (Ask) das Minimum, zu dem Verkäufer bereit sind, ihre Wertpapiere abzugeben. Die Differenz aus beiden Kursen wird Spread genannt; aus diesem errechnen sich aktuelle Börsenkurse. Für Aktieninhaber gibt es eine weitere wichtige Unterscheidung, nämlich den Nennwert. Dieser verändert sich nie und ist der Kurswert, zu dem die Aktien ursprünglich ausgegeben wurden. Neben dem Geld- und Briefkurs werden noch weitere Kursarten unterschieden. So gibt es den sogenannten Eröffnungs- und Schlusskurs, den fortlaufenden und den Kassakurs (Einheitskurs) sowie den gehandelten und den Taxa-Kurs. Der Eröffnungskurs ist der Wert des Wertpapiers zum Zeitpunkt der Börsenöffnung eines Tages und der Schlusskurs der letzte Wert des Tages, zu dem das Papier gehandelt wurde. Diese Kurse können aber auch die Werte über eine bestimmte Periode angeben, es ist also nicht zwingend der Tageskurs. Im Gegensatz zum fortlaufenden Kurs mit der ständigen Aktualisierung wird der Kassakurs nur einmal täglich zu einem fixen Zeitpunkt festgestellt. Der gehandelte Kurs ist die Spanne des tatsächlichen Handelspreises eines Wertpapiers, der Taxakurs ein Schätzkurs, wenn es für das Papier keine Order gab, also keine bewertbaren Umsätze vorhanden sind, es dem Börsenmakler aber sinnvoll erscheint, einen Wert anzugeben.
Wenn man sich mit der Börse beschäftigt, dann sollte man sich immer ausreichend Informationen besorgen, um keinen Reinfall zu erleben.